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BugLog – Leben mit dem Luftgekühlten Rotating Header Image

Fritzchen

Geschichten zum 62er Faltdachkäfer

Ein käferloser Tag

nun ist es passiert, mein erster käferloser Tag seit Freitag. Die Entzugserscheinungen halten sich noch in Grenzen, aber mir fehlt das Boxerklingeln. Naja, bald ist ja Wochenende und damit Gelegenheit, Fritzchen wieder zu bewegen. Vielleicht nehme ich mir den Motorsound ja für die käferlosen Arbeitstage auf :-)

So ganz käferlos war’s heute ja auch nicht, meine erste Tat heute im Büro war, Fritzchen als Hintergrundbild auf meinem Firmen-Notebook einzurichten und meine Kolleginnen und Kollegen mit Geschichten über mein ereignisreiches VW-Wochenende und mit dem Link auf dieses BugLog zu versorgen.

Und ja, ich war eben verrückt genug, nochmal kurz nach ihm zu sehen, als ich um 21:30 von der Arbeit zurück kam. Alte Männer werden eben etwas wunderlich. Schliesslich bin ich fast so alt wie mein Käfer…

Ummeldung, eine moderne Form der Wegelagerei?

So, es ist geschafft, Fritzchen ist ab heute ein amtlich verbriefter und ordentlich angemeldeter Hannoverscher Oldtimer, mit H-Kennzeichen und allem drum und dran.
hpim0431Vielleicht war es gar nicht so schlecht, das ich total verschlafen habe und erst um kurz nach neun aus den Federn kam. So war ich gegen 9:45 bei der Zulassungsstelle und zog eine Nummer, die nur 16 Nummern in der Zukunft lag. Nach knapp einer halben Stunde Wartezeit wurde meine Nummer aufgerufen und das Abenteuer Anmeldung konnte beginnen.

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Sonntagsausflug

09:30: …und ich habe es doch getan. Sollte ich mir dabei eine Erkältung geholt haben, kriege ich sicher was zu hören, aber angesichts des Sonnenscheins heute morgen mußte ich einfach Fritzchen satteln, das Faltdach öffnen und die erste und möglicherweise letzte Freiluftfahrt dieses Jahres genießen. Heizung aufgedreht, vollgetankt, Kragen hoch, Baseballcap nach hinten gedreht und ab über die Dörfer nach Gehrden, alte Freunde besuchen.

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Fritzchens ToDo-Liste

Was mir in den ersten Tagen so aufgefallen ist:

  • Batterie erneuern
  • Lichtmaschinenkohlen wechseln
  • Scheibenwischer neu justieren
  • Hupkontakt prüfen
  • geplatzte Naht am Beifahrersitz reparieren
  • Fahrersitzbezug reparieren
  • schwarzen Wischerschalter durch weißes Originalteil ersetzen
  • fehlendes Fersenbrett unter dem Rücksitz einbauen
  • Lackmacken versiegeln
  • Türdichtung links erneuern
  • Ölwechsel
  • Motor einstellen (Leerlauf, Kaltstart)
  • Kotflügel hinten rechts ausbeulen
  • Beifahrertür instandsetzen bzw. ersetzen
  • Lack mit passender Politur provisorisch schützen und auffrischen

Wie Fritzchen nach Hannover kam

07.11.2004 Der Erstkontakt zwischen mir und meinem neuen alten Käfer fand bei eBay statt, wo ich durch Zufall über ihn stolperte. Da er in Göttingen stand und ich in Hannover, lag es nahe, ihn sich zumindest einmal anzusehen.

Gesehen, haben wollen, nicht lange verhandeln und kaufen waren innerhalb kürzester Zeit erledigt. Es dauerte allerdings noch ganze fünf Tage, bis ich ihn dann auf eigener Achse (Ehrensache) nach Hannover überführen konnte. Davor lag noch ein kurzer Besuch bei meiner Autoversicherung (gut 75 € Haftpflichversicherung sind pro Jahr fällig) und bei der Zulassungsstelle (10,50 €) für die Überführungskennzeichen (19,50 €).

12.11.2004 Damit ging’s dann per ICE mit Tempo 250 nach Göttingen und von dort nach einem kurzen Klönschnack mit Claudia per Boxerklingeln um 14:30 zurück nach Hannover. Leider ist November keine wirklich geeignete Zeit, um mit geöffnetem Dach zu fahren, aber auch geschlossen macht Fritzchen, wie ich ihn getauft habe, wirklich Spaß.

Auf der Autobahn ging’s die ersten zehn Kilometer nur im Schritttempo. Man fragt sich schon, wer auf die lustige Idee kommt, ausgerechnet auf einem Freitagnachmittag die A7 in der Baustelle einspurig zu machen, nur um alte Fahrbahnmarkierungen abzukratzen. Fünf Flüche für den Kasper bei der Baustellenplanung!

Danach ging’s dann aber recht flott mit knapp 100 km/h bergab und bergauf, immer hart verfolgt von den Brummis. Habe ich da irgendwas verpasst, oder hält sich schlichtweg kein LKW-Fahrer mehr an das Tempolimit von 80 km/h? Mit Tempo 95 bin ich zweimal von LKWs überholt worden. Und bei dem antiquierten cW-Wert des Käfers hat’s mich jedesmal leicht auf die Standspur versetzt, wenn die Kollegen der rollenden Zunft an mir vorbeibrausten.

Damit mir das nicht öfter passierte, habe ich dann halt etwas mehr Gas gegeben und die alten 40 PS moderat mobilisiert. Irgendwann erreichte Fritzchen dann sogar Tempo 130, aber da bin ich dann schnell wieder rechts rüber und hab’ ihn auf etwas über 100 eingebremst, die Zeiten, als Käfer noch als Rennwagen liefen, sind vorbei :-)

Nachdem mir der Stau natürlich etwas den Schnitt versaut hatte, kam ich so gegen 16:30 am Kreuz Hannover-Ost an. Viel zu früh, um den ersten Ausflug schon zu beenden, also noch ein kurzer Abstecher nach Dedenhausen zu Muttern, Auto vorführen und in alten Käfer-Erinnerungen schwelgen.

Das bedingte natürlich, dass Fritzchen und ich im dunkeln und bei leichtem Nieselregen zurück nach Hannover mussten. Jaja, sechs Volt und 42 Jahre fordern hier ihren Tribut. Ganz oben auf der Liste der Dinge, die ich zuerst checken muss, stehen seitdem die Kohlen der LiMa und der Anpressdruck der Scheibenwischer, die sich beim ersten Einsatz eher als Tropfenverschmierer präsentierten. Aber egal, wir kamen ohne Probleme nach insgesamt ca. 210 km in Hannover an.

13.11.2004 Hier sieht man Fritzchen, einen Tag, nachdem er und ich die aufregende Reise von Göttingen nach Hannover unternahmen. Natürlich regnete es wieder. Immerhin fällt einem so der doch ziemlich stumpfe Lack nicht so auf

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Ein erster Abstecher führte uns zu Stefan, mit dem ich anno 1985 mit meiner damaligen Käfer die Tour von Hannover nach Arcachon und zurück gemacht hatte. Klar, dass Stefan der erste sein musste, dem ich Fritzchen vorführte. Stefan, sein Sohn Lennie (5) und ich machten dann eine kleine Herrenrunde im Käfer zum Baumarkt und zurück.

Alte Zeit wurden beschworen und man wusste nicht mehr so recht, wie man die 1600 km damals ohne bleibendes Ohrensausen überstanden hat. Aber irgendwie gehört das wohl einfach dazu.

Danach wurde Fritzchen dann anlässlich von Aarons achtem Geburtstag noch der versammelten Familie vorgeführt. Für morgen ist eine Probefahrt mit meinem Bruder und meinem Neffen geplant. Montag dann endlich die richtige Zulassung

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