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BugLog – Leben mit dem Luftgekühlten Rotating Header Image

Winterpause

Irgendwie war das Wetter noch nicht wieder so, daß ich frohgemut den Luftgekühlten aus der Garage geholt hätte. So langsam leide ich schon unter Entzugserscheinungen. Und das Jahr schreitet weiter fort und damit sinken die Chancen, noch einen netten sonnigen Tag für eine kleine Ausfahrt zu erwischen.

Als kleinen Ersatz hatte ich gestern auf der Zugfahrt von Frankfurt nach Berlin eine Fachsimpelei mit einem Kollegen über Käfer und ihren Platz in der Familie. abei kam z.B. zutage, daß der 1200 Standard, so ganz ohne Chrom, bei den Damen verpönt war, weil er durch seine Schlichtheit ein zu schmales Bankkonto anzeigte.

Gott sei Dank, daß Fritzchen ein Export ist, zumindest muß ich mich nicht schämen, ihn vor der Tür stehen zu haben. Obwohl es heute wahrscheinlich eher als Understatement gilt, einen chromlosen Standardkäfer vor der Tür zu haben.

Ich hatte allerdings anno ’85 auch nichts Eiligeres zu tun, als aus meinem chromlosen Sparkäfer unter Zuhilfenahme zweier Schrottplätze einen Luxuskäfer zu machen. Eben den Hauch von Luxus zu erlangen, den verchromte Scheinwerferringe, Radkappen, Stoßstangen, Tür- und Haubengriffe versprühen. Ja, so einfach war es damals…

Mein zweiter Motorschaden

Den zweiten Motorschaden erlitt Kläuschen anno ’87 auf der A7, kurz vor der Autobahnabfahrt Nordheim-Nord. Ich war gerade auf dem Weg zurück von Göttingen nach Hannover. Eine halbe Stunde früher hatte ich die freundliche Einladung eines holden weiblichen Wesens, zu dem ich mich damals sehr hingezogen fühlte mit großem Bedauern abgelehnt, angesichts dessen was mich am nächsten Morgen in der Uni erwarten würde.

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Mein erster Motorschaden und das Scirocco-Käfer-Gespann

Meinen ersten Motorschaden hatte ich mit Kläuschen, dem 70er Sparkäfer. Bis dahin hatte mir jeder erzählt, Käfermotoren, besonders der 1200er mit 34 PS wären sozusagen unkaputtbar.

Im Herbst 1986 auf der A27 bei Walsrode (Eingeweihten eigentlich nur durch den dort ansässigen Vogelpark bekannt), auf der Fahrt von Hannover nach Oldenburg wurde ich eines Besseren belehrt.

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Mit dem Käfer in den Pilzen

06-10-07 1204Eigentlich wollten wir den Bio-Bauernladen in Müncheberg-Eggersdorf besuchen. Da das Wetter förmlich nach einer Ausfahrt im Luftgekühlten schrie, sattelten wir den Kugelporsche und machten uns auf den Weg nach Osten. Dummerweise dauert die Fahrt nach Müncheberg ca. 45 min. egal ob mit dem Käfer oder mit einem Sportwagen. Und da Eggersdorf nicht wirklich gut ausgeschildert war, fuhren wir ein wenig kreuz und quer, was zusätzliche Zeit kostete. Tja und dann war da noch dieses Waldstück, in dem SWMBO anhalten ließ, um die (nicht essbaren) Pilze zu bewundern. Das kostete dann nochmal eine Viertelstunde, wear es aber wert. Ich habe noch nie so große Fliegenpilze gesehen und vor allem nicht in der Menge. Leider schloß der Laden um 12:00 und wir waren erst so gegen 12:30 da. Aber immerhin haben wir die Kühe gesehen und eine kleine Katze ohne Schwanz getroffen.

06-10-07 1200Naja, und natürlich war es wieder eine sehr nette Ausfahrt mit dem Käfer. Die Landschaft östlich von Berlin scheint wie für Oldtimer gemacht. Auf dem Rückweg über die B1, eingerahmt von zwei schwer beladenen Holz-Lastern mit Tacho 90 durch den Wald, wer würde sich da eins dieser neumodischen computerüberfrachteten selbstaufblasenden Gefärhte wünschen…

Brötchenholen mit dem Kugelporsche

Ich hab’s getan. Sorry dafür. Wofür? Natürlich dafür, die Nachbarschaft geweckt zu haben. Aber unsere Autos standen heute morgen wirklich so schlecht verteilt, dass ich fast keine andere Wahl hatte, als den Käfer zum Brötchenholen zu nehmen, obwohl er nun mal nicht der Leiseste ist, was Anlassgeräusch und Motorsound angeht. OK, für unsereinen ist das kein Krach sondern fast schon eine Symphonie, sozusagen Porsches 1. oder so, aber Nicht-Käfer-Adepten empfinden es oft nicht so. Allerdings hatte ich nur die Wahl, stattdessen den Fiesta meines Filius zu nehmen, der neben chronischer Betriebsstoffknappheit auch noch unter chronischer Übersteuerung der Soundanlage leidet, jedenfalls aus meinem Blickwinkel.

Da war es auch für die Nachbarn sicher schonender, die alte Familienkutsche anzuwerfen und unter leisem Gerassel aus der Stichstrasse zu schleichen. Und wenn man dann aus der Bäckerei wieder heraustritt und sozusagen von der Front seines Autos angelächelt wird, was soll an so einem Sonntag noch schief gehen?

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